Das Gebäude in der Admiralitätstraße 67 liegt an einem der spannendsten Abschnitte Hamburgs.

Miral

Im Gestern fürs Morgen gebaut

Das Gebäude steht exemplarisch für die sachliche Moderne der Nachkriegszeit: ein klar strukturierter Stahlbetonskelettbau – funktional, effizient und auf Dauerhaftigkeit ausgelegt. Entworfen von Cäsar Pinnau, dessen Architektur die junge Bundesrepublik maßgeblich prägte und die internationale Moderne nach Hamburg brachte, verkörpert das MIRAL bis heute den Fortschrittsgedanken seiner Entstehungszeit.

Den Wert von Immobilien mit individuellen und innovativen Ideen zu steigern und moderne Stadtentwicklung aktiv mitzugestalten, gehört zu den Kernzielen von Quest Investment Partners. Auch beim MIRAL – entwickelt als Joint Venture mit Indigo Invest Holding GmbH & Co. KG – wird ein wertvolles Bestandsgebäude in zentraler Lage bewusst erhalten und verantwortungsvoll in die Zukunft geführt.

Refurbishment statt Abriss: Ein Ansatz, der nicht nur Ressourcen schont, sondern auch erhebliche CO₂-Emissionen einspart, eine nachhaltige Transformation ermöglicht und das klare Ziel einer Zertifizierung nach BREEAM Excellent verfolgt.

Arbeiten mit besten Aussichten

Neue Identität, von der Tradition inspiriert

Mit dem geplanten Refurbishment wird der ursprüngliche Anspruch des Gebäudes konsequent fortgeführt. Die bestehende Struktur bildet dabei die Grundlage für eine zeitgemäße architektonische Weiterentwicklung.

Gleichzeitig erhält das MIRAL eine neue architektonische Identität: Inspiriert von der Hamburger Backsteintradition wird die Fassade neu interpretiert und sensibel in den historischen Kontext eingebettet. So entsteht eine stimmige Weiterentwicklung: ein Gebäude, das seine Herkunft bewahrt und zugleich neu gedacht wird.

Die Revitalisierung folgt dabei einem klaren Anspruch: die Schaffung eines nachhaltigen, zukunftsfähigen Bürogebäudes in einer der prägnantesten Innenstadtlagen Hamburgs. Im Zuge der umfassenden Erneuerung wird die Gebäudehülle energetisch optimiert, moderne Heiz- und Kühlsysteme mit intelligenter Steuerung implementiert und eine leistungsfähige Lüftungstechnik für eine hohe Raumluftqualität integriert.

Parallel dazu entstehen im Rahmen einer Kernsanierung hochwertige Mietflächen, die sich dank flexibler Grundrisse perfekt an den individuellen Anforderungen moderner Arbeitswelten orientieren. Das durchdachte Flächenkonzept bietet eine hohe Drittverwendbarkeit und lässt sich agil anpassen: Eine Nutzung als repräsentatives Single-Tenant-Objekt ist ebenso nahtlos realisierbar wie eine Aufteilung in effiziente Multi-Tenant-Einheiten. ESG-Kriterien sind dabei kein Zusatz, sondern integraler Bestandteil der gesamten Planung.

Der Architekt Cäsar Pinnau

Der Hamburger Architekt Cäsar Pinnau war eine prägende Figur der deutschen Nachkriegsmoderne mit internationaler Ausstrahlung. Nach dem Zweiten Weltkrieg prägte er das architektonische Bild der jungen Bundesrepublik maßgeblich, insbesondere mit Projekten für Auftraggeber aus Wirtschaft und Industrie. Pinnau war ein Vorreiter moderner Büroarchitektur in Hamburg. Seine Entwürfe verbanden klare Funktionalität mit zeitgemäßer Ästhetik.

Pinnau war nicht nur Architekt moderner Bürogebäude, sondern auch ein gefragter Gestalter exklusiver Innenräume für Schiffe und Yachten. Sein Markenzeichen: repräsentative Wohnlichkeit und luxuriöse Details. Berühmt wurde er insbesondere durch seine Arbeiten für die Reederei Hamburg Süd. Er gestaltete die Innenausstattung zahlreicher Schiffe der Santa-, Cap- und Cap-San-Reihen – darunter die Cap San Diego, heute ein schwimmendes Wahrzeichen Hamburgs.

Die Zukunft gestalten

Im Jahr 2025 wurde Christ & Gantenbein, das international renommierte Architekturbüro mit Sitz in Basel, mit dem ersten Preis im Architekturwettbewerb für das Projekt Admiralitätstraße 67 ausgezeichnet. Das Büro wurde 1998 von Emanuel Christ und Christoph Gantenbein gegründet. Es ist bekannt für seine präzise, kontextsensible Architektur, die sich intensiv mit Geschichte, Ort und Materialität auseinandersetzt.

Christ & Gantenbein realisieren Projekte unterschiedlicher Größenordnung: von Wohn- und Kulturgebäuden bis hin zu Museen und öffentlichen Räumen. Zu ihren bekanntesten Werken zählen der Erweiterungsbau des Kunstmuseums Basel, das „Lindt Home of Chocolate“ Museum in Zürich sowie zahlreiche Wohngebäude in der Schweiz und Europa. Ihre Architektur zeichnet sich durch Klarheit, handwerkliches Können und einen zeitlosen Ansatz aus.

Bahnhof Pratteln/Basel
Christ & Gantenbein entwickelten für den Bahnhofsvorplatz eine klare, integrierende städtebauliche Lösung. Der rund 70 Meter hohe Turm mit markanter Rautenform setzt einen prägnanten Akzent und reagiert auf die lärmbelastete Lage zwischen Bahn und Industrie. Die 76 Wohnungen orientieren sich zur ruhigen Südseite und bieten in den Obergeschossen weitreichende Ausblicke. Der Sockelbau mit seiner Fassade aus verzinktem Stahl greift den industriellen Charakter des Umfelds auf. Es fügt sich in die bestehende Bebauung ein und belebt den Bahnhofplatz mit Geschäften, Cafés und Büros.

Schweizerisches Nationalmuseum Zürich
Der von Christ & Gantenbein entworfene Erweiterungbau verbindet zwei bestehende Flügel des Schweizerischen Nationalmuseums durch einen brückenartigen Anbau miteinander und schafft so ein einheitliches Wegeleitsystem sowie flexible, zeitgemäße Räume. Durch die Neuinterpretation historischer Motive und Materiallogiken verbindet der neue Bau Alt und Neu und erfüllt gleichzeitig die aktuellen funktionalen Anforderungen.

Christ & Gantenbein
Emanuel Christ (rechts) und Christoph Gantenbein (links), die Gründer des Büros, prägen dessen unverwechselbare architektonische Vision.

Viel Raum für modernes Arbeiten – auch außerhalb des Büros.

Keyfacts Miral

1966

Baujahr

2026/27

Revitalisierung durch Quest

9

Geschosse

8.160 m²

Mietfläche

1.100 m²

Etagengröße Regelgeschoss

28

Pkw-Stellplätze

122

Fahrrad-Stellplätze (1.UG)